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Story
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Einigkeit und Recht und Freiheit...
Die ersten Worte der deutschen Nationalhymne nach dem zweiten Weltkrieg. Sie
symbolisierten nicht nur die damals lang ersehnte Einigkeit, sondern auch
endlich die Prinzipien der Menschenrechte und der Freiheit in Deutschland.
Nach dem zweiten Weltkrieg begann aber nicht nur in Deutschland die
humanitärdemokratische Bewegung, in ganz Europa lernten die Menschen,
langsam aber sicher, zusammenzuhalten. Zunächst bildete sich 1952 die EGKS
(Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl), danach 1957 die EWG
(Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) und die EURATOM (Europäische
Atomgemeinschaft). Durch die Zusammenlegung der drei Gruppen und stark
erweiterte Befugnisse entstand dann die EU (Europäische Union), dessen
Parlament direkt gewählt wurde. Diese schloss sich letztendlich mit den
beiden östlichen Staaten der ehemaligen russischen Konförderation zusammen,
sodass sie als EK (Eurasische Konförderation) in die Geschichte eingehen
sollte.
Als Einwohner einer der Staaten merkte man nicht viel. Man lebte sein Leben
weiter und wählte plötzlich einmal mehr im Jahr als früher. Überall war man
letzten Endes froh über den Zusammenschluss. Überall, außer in der
Bundesrepublik Deutschland. Als einziges Land in der EK hatte der
'konservativ-nationale Wind', der etwa 2005 begann und 2012 endete nie
aufgehört.
Der Grund dafür lässt sich im Jahr 2010 suchen. Die ultrarechte Partei
'Nationales Deutschland' (eine Zusammenlegung von etwa einem dutzend rechten
Zwergenparteien wie die NPD und die grauen Panther) erreichte in diesem
Jahr tatsächlich die 5% Hürde und zog überraschend in den Bundestag ein. Es
begann eine heftige Diskussion, wer mit ihr koalieren würde. Beide Gruppen,
die Regierung der CDU/FDP oder die Opposition (SPD/Grüne) hätten beide nur
mit der Partei 'Nationales Deutschland' eine Mehrheitsregierung bilden
können. Nachdem die SPD/Grünen kategorisch aufgrund der politischen
Einstellung ablehnten und CDU/FDP ebenfalls 'Nationales Deutschland' zu
radikal empfand, entschieden sich die großen Parteien für eine
Minderheitsregierung. Nur durch einen Sitz mehr hatte die CDU/FDP als erste
Koalition eine Minderheitsregierung in der Bundesrepublik Deutschland.
Dann begann der Terror. Angefangen hat es mit der Ermordung von
Bundeskanzlerin Angehla Mehrkel im Jahre 2007 - auf offener Straße. Laut
Polizei war ein Mitglied von 'Nationales Deutschland' schuld. Erst nach
harten Verhören kam heraus, dass diese Partei eine Gruppe namens 'SS (Sturm
Staffel)' unter sich hat. Anstatt Neuwahlen durchzuführen und 'Nationales
Deutschland' zu verbieten begannen alle Parteien sich selber eigene
'Schutztruppen' aufzubauen. Ob nun die 'Neo-Reichsbanner' der SPD, die
'Kreuzritter' der CDU/CSU oder die 'gelben Freikämpfer' der FDP, alle waren
nur ein Haufen von Schlägern die die Parteimitglieder schützen sollten.
Wie zu erwarten war, kamen kurz nach der Gründung die ersten Straßenkämpfe
in Berlin auf. Schon eine Woche später in allen anderen Großstädten.
Historiker nannten die Situation mit der 'Weimarer Republik' vergleichbar.
Als dann nach den Wahlen 2010 'Nationales Deutschland' und die CDU zusammen
eine übergroße Mehrheit hatten und koalierten, sprengten Mitglieder des
'Roten Bärenhammers (Zusammengelegte Kampftruppe der SPD und PDS)' während
der ersten Bundestagssitzung den Reichstag in die Luft. Dann begann erst die
wahre Anarchie.
Die Kampftruppen gingen zwar wie sonst auch auf die Straße, doch anstatt den
üblichen Prügeleien und Geplänkeln mit den anderen Gruppen wurden die
Waffenlager geplündert und - ob nun gegen die Polizei oder gegen andere
Gruppen - die Krieg um die Dominanz tobte in Deutschland.
Da kam es den Kampftruppen gerade recht, dass vor kurzem der Waffenhandel in
der Bundesrepublik (nach amerikanischen Vorbild) gelockert wurde und sie
sich kurz vor den Wahlen mit genug Munition und Waffen eindecken konnten.
Als dann nach drei blutigen Tagen, nach denen ständig irgendwo eine größere
Schlacht stattfand, immer noch ganze Städte und Dörfer von einzelnen
'Parteien' besetzt waren, konnte der Bundespräsident tatsächlich mit den
wenigen Überlebenden den gemeinsamen Ausschuss zusammenstellen und forderte
die Bundeswehr auf, gegen die Kampftruppen vorzugehen. Doch das Problem war,
dass fast alle Soldaten sich schon in die Kampftruppen integriert hatten. Es
blieben gerade genug Leute übrig um ganz Berlin zu befreien und die
Regierung für längere Zeit zu schützen.
Die Welt, besonders die EK, betrachtete den Zustand von Deutschland mit
starken Argwohn. Nicht nur, dass die EK erst fünf Tage vor dem
Bombenanschlag gegründet wurde, sondern auch die allgemein politische Krise
mit den USA (die vor kurzen mal wieder Mexiko und andere Länder besetzt
hatten) und zusätzlich noch die großen wirtschaftlichen Verluste brachten
dann letztendlich die UN dazu, offiziell zu erklären, dass Deutschland als
'im Bürgerkrieg' angesehen wird und eine Befreiungsarmee einmarschieren
sollte.
Dies wurde der erste Einsatz der neuen europäische Armee, und er wurde
glorreich. Während die USA als 'freundschaftlichen Akt' das vollkommen
zerrüttete Schleswig-Holstein befreiten (eigentlich mehr zerbombten)
befreite die EK ein Gebiet nach der anderen. Ob nun die von den Kreuzrittern
besetzte ehemalige Expostadt Hannover, dass von der 'Sturm Staffel'
vollständig eroberte Saarland oder der vom 'roten Bärenhammer' eroberte
Osten, alle fielen rasch den echten Truppen der europäischen Könforderation
zum Opfer. Doch die hohen Verluste und der Widerstand der deutschen
Bevölkerung ließ die Regierung Europas den Entschluss fassen, dass es nun
reicht und die Welt genug unter Deutschland gelitten hätte. Kurz nach der
vollständigen Befreiung der einzelnen Bundesländer wurde letztendlich Berlin
erobert und somit der letzte Teil Deutschlands, der noch unter der gewählten
Regierung Deutschlands verwaltet wurde.
Die EK plante, die einzelnen Bundesländer zu isolieren und anderen Staaten
zukommen zu lassen bzw. die mittleren in einen neuen deutschen Staat unter
europäischer Kontrolle zu errichten.
Als dann die Jahre vergingen und die EK sogar plante, sich aufgrund der
neuen Befugnisse des europäischen Parlaments in die EF (Europäische
Förderation) umzubennen, geschah dann das Unglaubliche: Der amerikanische
Präsident wurde ermordet, und man beschuldigte einen Attentäter aus Europa.
Sofort ließ man die Armee in Verteidigungsstellung gehen, aber es war zu
spät. Eine Woche nach dem Attentat sah man die Bomber über sämtlichen
europäischen Hauptstädten, wie sie tödliche Fracht, ob nun konventionelle
Bomben oder mit Napalm gefüllt, abwarfen. Einzig Strassburg als Hauptstadt
Europas konnte sich verteidigen. Aber nach der Bombardierung folgte die
Invasion. Tausende Landungsboote landeten genau dort, wo Europas schwächste
Stelle war - in Deutschland. Während Dänemark einfach überrannt wurde;
marschierten die amerikanischen Truppen durch die ehemaligen und jetzt
separierten Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland. Die dortigen
Regierungen hatten keine Chance, das ohnehin schon in Trümmern liegende
Deutschland wurde nochmal angegriffen und Millionen starben dann, als die
europäische Armee einen Gegenangriff auf die besetzten Gebiete führte.
Heute, 3 Jahre später, leben die EF (auch als 'Eurasia' bezeichnet) und die
USA immer noch im Krieg. Die EF hat zwar erfolgreich die Besatzer von ihrem
europäischen Boden vertrieben, doch unter anderem der östlichste Teil vom
ehemaligen Russland kämpft an der Seite der USA. Es scheint, dass die Welt
kurz vor einem dritten Weltkrieg steht. Doch was ist mit Deutschland?
Deutschland liegt heute verlassen im Zentrum von Europa, gemieden aufgrund
der Trümmer und von der EF verlassen, da sie genug eigene Probleme hat.
Es existiert keine Regierung mehr im Herzen von Europa, die wenigen
Überlebenden sind jetzt bereit einer starken Hand zu folgen. Doch wird die
Zukunft für sie friedlicher? Und was ist mit den beiden anderen
deutschsprachigen Ländern? Werden die wenigstens einen Teil des deutschen
Kulturgutes weitertragen können?
Oh nein, Österreich und Schweiz liegen genauso am Boden wie Deutschland.
Beides liegt an der Natur der Länder...
Die Schweiz war bis zum Schluss neutral, was natürlich ziemlich schwierig
war. Umgeben von der europäischen Konförderation hatte sie sich schon 2009
zu einer Festung ausgebaut. Überall im Land standen die
Verteidigungsstellungen, ob nun Flaks oder Bunker, so dass das 'normale
Leben' kaum möglich war. Erst als die USA in Europa einmarschierten änderte
sich die Situation. Aufgrund der totalen Militärlosigkeit in Baden -
Württemberg entschied der amerikanische Präsident, dass man nebenbei 'mal
einfach so' die Schweiz mitnehmen könnte. Und, obwohl es eine der blutigsten
und verlustreichsten Schlachten während der gesamten Operation war, nach 4
Tagen und riesigen Verlusten unter der Zivilbevölkerung, wurde die Schweiz
als 'besiegt' betrachtet.
Zwar wären genug Truppen der EK in der Nähe gewesen, um dies zu verhindern,
aber erst nachdem die USA an den Grenzen der anderen Länder standen wurde
der Gegenschlag befohlen. Die Rückeroberung forderte wieder einige große
Opfer.
Bei Österreich war die Sachlage schon wieder vollkommen anders. Österreich
war ein gut angesehendes und allgemein beliebtes Mitglied der EK und bis
zum Tag der Invasion auch ein vollkommen unangegriffenes Land. Es wurde sogar
überlegt, das ehemalige Land 'Bayern' an Österreich anzugliedern. Doch es
kam ganz anders. Die Truppen der übriggebliebenen Amerikaner, die aus
der Schweiz vertrieben worden sind flüchteten sich nach Österreich.
Die Armee der Österreicher sahen dies als einen Angriff an und verteidigten sich.
Da Österreich vollkommen unvorbereitet war, wurde die Gegenwehr schnell gebrochen.
Das Land wurde dabei durch die 'wütenden Amerikaner' nahezu vollkommen zerstört.
© by Ollitown
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